Die Aichacher Handballdamen konnten am vergangenen Samstag wieder zwei Punkte auf ihrem Konto verbuchen. Nach spannenden Schlussminuten besiegten sie den BHC Königsbrunn mit 16:15 (7:12) Toren und finden sich im Mittelfeld der BOL Schwaben wieder. Durch eine starke Leistung in der Defensive, die dem Gegner nur 3 Treffer gewährte, drehten die TSV Damen die Partie.

Nach der enttäuschenden Niederlage gegen den TSV Niederraunau vor einer Woche hatten sich die Paarstädterinnen für das Heimspiel gegen den BHC Königsbrunn viel vorgenommen. In Abwesenheit von Trainerin Sabrina Seifert wurde im Training vor allem an der Chancenverwertung bzw. an zielgerichteten Würfen gearbeitet, was in den letzten Spielen für die Probleme sorgte. Leider zog sich diese Schwäche auch wieder wie ein roter Faden durch die Begegnung gegen Königsbrunn.

Die Aichacher Damen starteten mit schönen Auftakthandlungen ins Spiel, die sie nicht immer in Tore ummünzen konnten. Im Gegenzug kassierten sie viel zu leichte Treffer durch die starke Kreisläuferin des BHC Königsbrunn, die sie mit ihrer 3:2:1 Deckung nicht in den Griff bekamen. Dennoch gestalteten sich die ersten Minuten ausgeglichen bis zum 4:5 für die Gäste. Danach verloren die Heimischen den Faden und ließen den Gegner auf 4:8 davon ziehen. Diesem Rückstand lief man die restliche erste Halbzeit hinterher. Iris Kronthaler ist es zu verdanken, dass man im Spiel blieb, denn sie sorgte mit ihren Tempogegenstößen für einige schöne und einfache Tore. Aber auch die zweite Welle, wenn sie gespielt wurde, eröffnete immer wieder riesige Lücken in der gegnerischen Abwehr, die man aber nur zu selten mit einem Tor abschloss. Cotrainerin Tini Wonnenberg und Betreuerin Tina Grünwald stellten in der 20. Minuten die Abwehr auf eine 6:0 um, was aber vorerst nicht den gewünschten Effekt brachte, da die Damen nicht entschieden genug den Gegner angingen. So ging man nach 30 Minuten mit einem Stand von 7:12 in die Kabine.

Die Halbzeitansprache lautete für den Angriff schnelles Spiel mit erster und zweiter Welle und für die Defensive mehr Engagement in der 6:0-Abwehr mit guter Absprache im Mittelblock, um den Kreis besser unter Kontrolle zu bringen. Nach der klassischen und schon typischen Schwächephase fingen sich die Aichacherinnen und arbeiteten sich Tor um Tor an den Gegner heran. Die Abwehr verteidigte aggressiver und engagierter und so verhinderte man die Anspiele an die Kreisläuferin, was es dem Gegner erschwerte seinen Angriff erfolgreich zu spielen. Für Silke Arnold waren die Würfe aus dem Rückraum kein Problem und sie hielt damit der Mannschaft den Rücken frei. Beim Stand von 12:14 fiel lange kein Tor, denn auch die Königsbrunner Torhüterinnen hatten einen guten Tag erwischt und erschwerten den Gastgeberinnen Treffer zu erzielen. Doch nach der Durststrecke gelang den Aichacherinnen nach 55 Minuten endlich der 14:14 Ausgleich. Danach begannen sehr hektische 5 Minuten. Jule Schulz traf für Aichach durch einen abgefälschten Wurf. Im Gegenzug verspielten die Gastgeberinnern nach einem schon abgewehrten Angriff des Gegners in eigener Hälfte den Ball und der BHC konnte nochmal ausgleichen. Aichach ging erneut mit 16:15 in Führung und hätte diese im nächsten Angriff mit einem Straf-7-Meter auf zwei Tore ausbauen können. Leider wurde diese Chance nicht genutzt. Die Abwehr eroberte sich jedoch den Ball zurück und in den letzten 45 Sekunden wurde noch ein schneller Angriff nach vorne getragen. Dabei wurde der Ball im gegnerischen 9-Meter-Raum verloren. Der BHC hatte so die Chance in den letzten 15 Sekunden noch den Ausgleich zu schaffen. Diese Bemühung wurde auf 15 Meter gestoppt und der Schlusspfiff ertönte. Jetzt galt es nur noch den letzten direkten Freiwurf zu vereiteln, was für die Aichacher Torhüterin kein Problem darstellte. Somit gewann Aichach nach einen nervenaufreibenden Spiel mit 16:15 und erkämpfte sich zwei wichtige Punkte.

Es spielten: Silke Arnold, Selina Zimmermann, Iris Kronthaler (4), Johanna Fackler (5/1), Iva Vlahinic (2), Lina Schrempel (1), Jule Schulz (1), Sandra Jäger (1), Lara Leis (1), Sabrina Seifert (1), Sabrina Rothörl, Celicia Plönich, Clara Jung, Katrin Storr