Nach einem kuriosen Spielverlauf konnten die Aichacher Handballerinnen am vergangenen Samstag mit zwei Punkten im Gepäck die Heimreise aus Königsbrunn antreten. Nach einem Schlussspurt in den letzten Zügen der Bezirksoberliga Partie setzten sie sich gegen den BHC Königsbrunn hauchdünn mit 23:22 (10:12) durch und belegen nun den vierten Tabellenplatz.

Schon im Hinspiel taten sich die Aichacherinnen gegen den Gegner aus dem Augsburger Süden schwer und waren auch dort mit einem 16:15 die glücklichen Sieger, nachdem sie zur Halbzeit fünf Tore zurück lagen. Einen ähnlichen Verlauf hatte die Partie am Samstag. Obwohl sich die Paarstädterinnen fest vorgenommen hatten von Anfang an präsent zu sein, gerieten sie wieder ins Hintertreffen. Viele vergebene Chancen und einige Lattentreffer verhinderten Torerfolge in den ersten Minuten. Die Gastgeberinnen dagegen zeigten sich treffsicher und gingen schnell mit 5:1 in Führung. Beim Stand von 3:8 zog Trainerin Sabrina Seifert die Notbremse und nahm eine Auszeit. Zudem betrat sie selbst das Spielfeld, was dem Aichacher Spiel mehr Sicherheit brachte. Die Abwehr stabilisierte sich und die TSV-Damen konnten Tor um Tor aufholen. Beim Stand von 12:10 für Königsbrunn wurden die Seiten gewechselt.

Wer nun gedacht hatte, dass sich die Aichacherinnen in der Partie befinden und die Initiative ergreifen würden, hatte sich getäuscht. Zwar konnte Tini Wonnenberg nach der Pause mit einem verwandelten Siebenmeter auf 11:12 verkürzen, doch danach folgte das gleiche Bild wie in den ersten 30 Minuten. Die Aichacherinnen trafen das Tor nicht mehr, standen unsortiert in der Abwehr und so konnten die Heimischen auf 18:12 davonziehen. Aber die Gäste gaben nicht auf. Eine Umstellung in der Defensive brachte Ordnung und die nötige Einsatzbereitschaft zurück. Im Angriff konnten Sabrina Seifert und Tini Wonnenberg die Lücken nutzen und auch Johanna Fackler traf aus dem Rückraum. Beim 21:21 war der Ausgleich das erste Mal geschafft. Aichach konnte sogar 22:21 in Führung gehen, aber die Gegner zogen direkt zum 22:22 nach. Die letzte Minute hatte es noch einmal in sich. Aichach war im Angriff, ein Wurfversuch aus der zweiten Reihe verfehlte aber sein Ziel und Königsbrunn war 30 Sekunden vor Spielende in Ballbesitz. Die Aichacherinnen verteidigten nun clever. Sabrina Seifert blockte einen Passversuch, Tini Wonnenberg schaltete schnell um, schnappte sich den Ball und passte auf Verena Merker, die zur ersten Welle durchgestartet war. Sie versenkte eine Sekunde vor Spielende den Ball zum 23:22 im gegnerischen Tor, was für großen Jubel im Aichacher Lager sorgte.

Letztendlich hatten die Aichacherinnen an diesem Tag das Glück auf ihrer Seite, hätten sie mehr Konstanz in ihrem Spiel gehabt, so hätte dieses Herzschlagfinale vielleicht nicht sein müssen.

Für Aichach spielten: Silke Arnold (TW), Iris Kronthaler, Sabrina Seifert (5/1), Verena Merker (1), Tini Wonnenberg (8/3), Johanna Fackler (3), Lina Schrempel (2), Jule Schulz (1), Sandra Jäger (1), Bettina Bölk, Celli Plönich (2), Katrin Storr, Sabrina Rothörl