Die Aichacher Handballdamen konnten am vergangenen Samstag im ersten Spiel der neuen BOL Saison gleich einen Sieg feiern. Beim BHC Königsbrunn behielten sie nach spannenden 60 Minuten knapp mit 20:18 (11:10) die Oberhand und kehrten mit zwei Punkten im Gepäck nach Aichach zurück.

Zu ungewohnt später Stunde für die Aichacherinnen (20.00 Uhr), wurde die Partie zwischen den beiden Dauerrivalen der letzten Jahre im Augsburger Süden angepfiffen. Ungewohnt für die Gäste war auch, dass Trainerin Sabrina Seifert privat verhindert war und somit Co-Trainer Thomas Wonnenberg allein Regie führte. Die Gastgeberinnen stellen eine der jüngsten Mannschaften der Liga und dementsprechend unbeschwert und lauffreudig präsentierten sie sich in der Anfangsphase. Die TSV Damen hielten dagegen und versuchten ihrerseits auch das Tempo hochzuhalten. Dadurch entstanden aber technische Fehler und überhastete Würfe auf beiden Seiten. Bis zum 5:5 verlief die Begegnung ausgeglichen und kein Team konnte sich einen Vorteil erarbeiten. Erst als die Gäste ihre Abwehr auf eine offensivere Variante umstellten, hatten sie den Rückraum der Hausherrinnen besser im Griff. Im Angriff versuchten die Paarstädterinnen die Lücken in der gegnerischen Abwehr zum Durchbruch zu nutzen und konnten oft nur regelwidrig gestoppt werden, was Strafwürfe nach sich zog. Die ersten beiden Versuche blieben noch an der gegnerischen Torfrau hängen, doch ab dann präsentierten sich Tini Wonnenberg, Iris Kronthaler und Bettina Bölk sicher vom 7m-Punkt aus. So konnten die Aichacherinnen zwischenzeitlich auf 9:5 davonziehen. Doch Unachtsamkeit in der Defensive und vergebene Chancen vor dem Tor ließen Königsbrunn bis zur Halbzeit wieder auf 11:10 herankommen.

Mit der eigenen Defensive war der Trainer vollauf zufrieden. Iris Kronthaler störte immer wieder beim Aufbauspiel der Hausherrinnen und der Verbund dahinter arbeitete sehr effektiv. Schwierigkeiten hatten die TSV Damen eher im Angriff. Die großgewachsene Torfrau der Augsburgerinnen konnte sich immer wieder bei den Distanzwürfen auszeichnen und auch von den Außenpositionen blieben viele Chancen ungenutzt. Aber die Gäste nahmen sich weiter vor, nicht nachzugeben und geduldig auf die sich bietenden Möglichkeiten zu warten.

In der zweiten Hälfte zeigten die Aichacherinnen immer wieder den Willen und die Bereitschaft den Durchbruch in der gegnerischen Abwehr zu suchen. Im Handball heißt es oft, man muss da hingehen, wo es weh tut. So konnten sich die TSV-Damen wieder auf drei Tore absetzen (16:13, 18:15). Dabei glänzte auch Clara Jung durch klug gesetzte Sperren, die drei wichtige Treffer ihrer Mitspielerinnen ermöglichten. Bis fünf Minuten vor Spielende hielten die Paarstädterinnen mit 19:16 den Vorsprung. Es folgten drei Minuten ohne Torerfolg auf beiden Seiten, ehe es Königsbrunn gelang, 30 Sekunden vor Schluss auf 18:19 zu verkürzen. In einer Auszeit stellte Wonnenberg das Team auf die nun offensive Deckung des Gegners ein und sorgte für die nötige Konzentration. In der verbleibenden Zeit hatten die Aichacherinnen kein Problem mit Lina Schrempel eine Spielerin frei vor das Tor zu bringen, die diese Chance zum 20:18 Endstand nutzte.

Auf Aichacher Seite freute man sich sehr über diesen hart erarbeiteten Sieg. Vor allem durch den Einsatz der jungen Spielerinnen, unter anderem feierten Katja Walther und Torfrau Aileen Klose ihr Debüt im ersten Damenteam, gab es im TSV Spiel wesentlich mehr Möglichkeiten.

Für Aichach spielten: Silke Arnold (TW), Aileen Klose (TW), Iris Kronthaler (2/2), Annabel Weiß, Verena Merker (2), Tini Wonnenberg (8/4), Johanna Fackler (3), Lina Schrempel (1), Katja Walther, Bettina Bölk (3/1), Clara Jung, Iva Vlahinic (1), Lara Leis