Die Aichacher Handballdamen mussten sich am vergangenen Samstag dem VSC Donauwörth in der BOL Schwaben mit 24:23 (10:8) hauchdünn geschlagen geben. Dabei haderten die Damen fast die gesamte Spieldauer mit der eigenen Chancenverwertung.

Voll besetzt und guter Dinge traten die Damen die Reise nach Donauwörth an. In der vergangenen Saison musste man sich dem VSC zweimal knapp geschlagen geben, deshalb waren die Paarstädterinnen hochmotiviert und bereit alles zu geben. Die Gastgeberinnen ihrerseits haben nach einer überraschenden Auftaktniederlage wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden und konnten die beiden letzten Begegnungen souverän gewinnen. Daher war ein Duell auf Augenhöhe zu erwarten.

Leider konnten die TSV Damen diesmal nicht an die bisher gezeigten Leistungen anknüpfen. Von Anfang an war der Wurm drin im Aichacher Spiel. Die ersten Minuten wurden die Angriffe zu hastig abgeschlossen oder die Würfe waren zu unpräzise und fanden nicht den Weg ins Tor. Es dauerte fast vier Minuten bis überhaupt der erste Treffer der Begegnung fiel, das 1:0 für die Gastgeberinnen. Bis dahin hatte Silke Arnold im Aichacher Tor schon drei hochkarätige Chancen des Gegners vereitelt. Dieser nutzte im weiteren Spielverlauf die Fehler der Paarstädterinnen aus und ging mit 3:0 in Führung. Doch dann fingen sich die TSV Damen etwas. Mit mehr Bewegung im Angriff erspielte man sich immer wieder Torchancen oder konnte vom Gegner nur regelwidrig gestoppt werden. Tini Wonnenberg zeigte sich in der ersten Hälfte sicher von der Sieben-Meter-Linie und konnte fünf Strafwürfe verwandeln. Doch die Verwertung der freien Chancen gab Anlass zur Sorge. Immer wieder erspielten sich die Aichacherinnen schöne Einwurfmöglichkeiten, die sie aber ungenutzt ließen. Der Abwehrverbund arbeitete jedoch zuverlässig und Donauwörth machte es im Hinblick auf die Chancenverwertung nicht unbedingt besser. So kamen die Aichacherinnen wieder auf 5:5 heran. Bis zur Pause mussten die Gäste aber wieder einen Rückstand hinnehmen. Beim Stand von 10:8 wurden die Seiten gewechselt.

Mit zehn Gegentreffern in 30 Minuten kann man im Handball gut leben. Mit acht erzielten Toren dagegen nicht. Die eklatante Abschlussschwäche war daraufhin auch Gegenstand der Halbzeitansprache von Trainerin Sabrina Seifert. Mit dem Vorsatz es besser zu machen kamen die TSV Damen aus der Kabine. Im zweiten Spielabschnitt klappte es mit der Torausbeute besser, doch die Abwehrarbeit ließ immer mehr nach. Die Aichacherinnen liefen daher stets einem zwei bis drei Tore Rückstand hinterher. Zwischenzeitlich setzten sich die Hausherrinnen auf vier Tore ab (18:14). Aber die Paarstädterinnen gaben sich nicht auf. In der Endphase schafften sie den Anschluss zum 21:20. Doch auch in diesem Spielabschnitt mussten sie Rückschläge hinnehmen. Ein vergebener Strafwurf und Fehlpässe in des Gegners Hände verhinderten den Ausgleich. Dennoch hielten die TSV Damen dagegen und konnten beim 22:23 sogar das erste Mal in Führung gehen. Doch Donauwörth glich postwendend aus. Ihren letzten Angriff der Partie schlossen die Aichacherinnen nicht erfolgreich ab, der VSC dagegen nutzte eine Lücke im Abwehrverbund der Gäste. Beim Wurf wurde die Spielerin jedoch gefoult und der gegebene Strafwurf landete im Aichacher Tor zum 24:23 Endstand.

Für Aichach spielten: Silke Arnold (TW), Aileen Klose (TW), Iris Kronthaler (6/3), Annabel Weiß (1), Verena Merker (1), Tini Wonnenberg (8/5), Johanna Fackler, Lina Schrempel (1), Bettina Bölk (2), Clara Jung, Iva Vlahinic, Katrin Storr (1), Lara Leis (3)