Die Handball Damen des TSV Aichach kehrten am vergangenen Sonntag ohne Punkte aus Günzburg zurück. Gegen den Tabellenersten, der Landesliga-Reserve der Legostädterinnen, setzte es eine 27:32 (11:14) Niederlage. Phasenweise konnten die Aichacherinnen die Partie ausgeglichen gestalten, aber es fehlte wieder die Konstanz, um bei einem der vorderen Teams der Bezirksoberliga bestehen zu können.

Die Paarstädterinnen mussten auf Lara Leis im Rückraum verzichten, da diese bei der Jugend benötigt wurde. Dafür zog sich Trainerin Sabrina Seifert ein Trikot über und Bettina Bölk kehrte nach ihrer Schulterverletzung wieder zurück in den Kader.

Die Anfangsminuten der Begegnung verschliefen die Gäste leider komplett. Schnell gerieten sie mit 1:6 ins Hintertreffen. In dieser Phase reagierte die Abwehr zu träge und im Angriff landete der Ball nicht im Tor, sondern am Gestänge. Doch dann stellten sich die Aichacherinnen auf den wurfgewaltigen Rückraum der Heimischen ein und versenkten die sich bietenden Torchancen. So war beim 7:7 der Ausgleich geschafft. Bis zum 9:10 aus Aichacher Sicht präsentierte man sich auf Augenhöhe, aber dann kam kurz vor der Halbzeit wieder ein kleiner Einbruch. Vor allem die mangelnde Chancenauswertung wurde den Paarstädterinnen in der gesamten Partie zum Verhängnis. So mussten sie bis zur Pause eine 14:11 Führung der Gastgeberinnen hinnehmen.

Eigentlich nahmen sich die Schützlinge von Sabrina Seifert und Thomas Wonnenberg vor, sich nicht weiter abhängen zu lassen und kamen motiviert aus der Kabine. Mit einer breiten Aufstellung im Angriff wollten sie die Lücken in der Mitte des gegnerischen Abwehrverbundes aufreißen. Dies gelang immer wieder und der Rückraum der Aichacherinnen konnte sich des Öfteren durchsetzen. Vor allem Tini Wonnenberg profitierte davon, zeigte sich im Abschluss sicher und erzielte insgesamt 14 Tore (davon sechs Strafwürfe). Doch Günzburg hatte stets die besseren Antworten parat, vor allem durch die präzisen Würfe aus der zweiten Reihe waren die Gastgeberinnen immer wieder erfolgreich. Die Paarstädterinnen versuchten daraufhin, früher zu stören, aber dann kassierten sie durch Pässe in die Tiefe Treffer. Nichts desto trotz hätten sie durch eine bessere Chancenverwertung auch in der zweiten Hälfte besser im Geschehen bleiben können. Immer wieder blieben die Würfe an der gegnerischen Torfrau hängen. So zogen die Gastgeberinnen zwischenzeitlich auf 29:20 davon und die Partie war entschieden. Aber aufgeben wollten die Aichacherinnen nicht. Sie bekamen in den letzten zehn Minuten wieder Zugriff in der Defensive, was auch Sicherheit im Spielaufbau und beim Torabschluss gab. Letztendlich mussten sie sich aber mit 27:32 geschlagen geben.

Zurück blieb die Frage, ob man die Begegnung nun in der Abwehr oder im Angriff verloren hatte. Mit 27 geworfenen Toren sollte es in der BOL eigentlich zu einem Sieg reichen, was für eine mangelhafte Abwehrleistung spricht. Aber die Chancenverwertung war an diesem Tag alles andere als optimal, was die Leistung in der Offensive in ein eher schlechtes Licht rückt.

Für Aichach spielten: Silke Arnold (TW), Aileen Klose (TW), Iris Kronthaler (4), Sabrina Seifert, Annabel Weiß, Tini Wonnenberg (14/6), Lina Schrempel, Iva Vlahinic (3), Johanna Fackler (3), Bettina Bölk (1), Verena Merker (2), Katrin Storr, Clara Jung