Die Aichacher Handballdamen haben am vergangenen Samstag beim Saisonfinale der BOL Schwaben die letzten Zweifel beiseite geräumt. Mit einem ungefährdeten 30:22 (16:9) Auswärtserfolg beim VfL Leipheim sicherten sie sich die Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga.

Da der ärgste Rivale um Platz eins, der VfL Günzburg, beim Tabellenschlusslicht gefordert war, und niemand an eine Überraschung glaubte, zählte nur ein Sieg in Leipheim. Diesem Druck wollte das Team von Sabrina Seifert unbedingt standhalten. Da Co-Trainer Thomas Wonnenberg selbst im Einsatz war, unterstützte wiederum Tina Gerrer die Damen auf der Bank. Der Kader war ebenfalls kleiner als vor einer Woche im Spitzenspiel. Annabell Weiß fehlte aus beruflichen Gründen und Katrin Storr war privat unterwegs. Auch die A-Jugendlichen standen diesmal nicht zur Verfügung, weil sie das Final Four um die Landesliga Meisterschaft bestritten. So hielt sich Trainerin Seifert im Notfall bereit, um selbst mitzuwirken.

Der Beginn der Partie verlief nach Plan. Schnell gingen die Paarstädterinnen 5:1 in Führung. Eine gute Deckung, schnelles Umschaltspiel und konsequente Chancenverwertung waren die Gründe dafür. Doch dann kam Leipheim besser in die Begegnung und bot Paroli. Bis zum 6:8 konnten die Gastgeberinnen aufschließen. Näher kam der VfL aber nie an die TSV Damen heran. Diese überwanden das kleine Tief und arbeiteten in der Defensive wieder konzentrierter. Auch im Angriff wurden klare Aktionen mit Toren abgeschlossen und so konnten sie sich bis zur Pause auf 16:9 absetzen.

Auch in der zweiten Hälfte ließen sich die Aichacherinnen nicht beirren. Leipheim blieb zwar kämpferisch und bissig, konnte aber nicht mit den Paarstädterinnen Schritt halten. Diese erhöhten das Tempo und zeigten sich abschlusssicher. Lina Schrempel zeigte auf der für sie ungewohnten Rechtsaußen Position eine super Leistung und setzte sich öfter erfolgreich durch. Auch Silke Arnold im Aichacher Tor glänzte wieder mit Paraden, was dem Gegner den letzten Zahn zog. Bis zum Zwischenstand von 27:15 schraubten die TSV Damen das Ergebnis in die Höhe. Leipheim steckte aber nicht auf und den Sieg vor Augen schalteten die Aichacherinnen einen Gang zurück. Am Ende stand ein ungefährdeter 30:22 Sieg fest, bei dem sich jede Spielerin in die Torschützenliste eintragen konnte.

Nach einer sensationellen Rückrunde stehen die TSV Damen nun an der Tabellenspitze und können es selbst kaum glauben. An diesem Abend waren sich alle einig: „Handball macht glücklich!“

Für Aichach spielten: Silke Arnold (TW), Iris Kronthaler (4/1), Sabrina Seifert (1), Johanna Fackler (3), Verena Merker (4), Tini Wonnenberg (7/5), Lina Schrempel (4), Iva Vlahinic (2), Bettina Bölk (2), Lara Leis (2), Clara Jung (1)