Die Aichacher Handballdamen haben am vergangenen Samstag mit 16:27 (13:14) gegen den TSV Simbach verloren. Dabei boten sie aber in der ersten Hälfte eine super Partie, die auf mehr hoffen lässt.

Dass die Landesliga Süd für die Aichacher Truppe eine Mammutaufgabe werden würde, war schon im Vorfeld klar. Mit der fünften Niederlage in Folge bleiben die Schützlinge von Martin Fischer und Thomas Wonnenberg zwar auf dem letzten Platz des Klassements, doch das steht nicht im Fokus. Schritt für Schritt will man in die Liga reinschnuppern und sich verbessern.

Was in der Mannschaft steckt, zeigte sie in den ersten 30 Minuten am Samstag gegen den TSV Simbach, der zu den Topmannschaften der Liga gehört. Mit einem dünnen Kader, vor allem im Rückraum, traten die Paarstädterinnen gegen den Favoriten vom Inn an. Ohne Iva Vlahinic, Tini Wonnenberg, Annabel Weiß, Celli Plönich und die A-Jugendlichen wollte man den Gästen so gut es ging Paroli bieten. Von den Damen 2 rutschte Sevde Seker ins Team, die ihre Aufgabe in der Abwehr sehr gut meisterte.

Aichach fand gleich gut in die Begegnung. Bis zum 5:5 hielten die Damen mit und präsentierten sich ebenbürtig. Doch dann schlichen sich wieder kleine Fehler ein, die Simbach sofort ausnutzte und auf 5:10 davonzog. Als dann noch Aufbauspielerin Lara Leis schon nach knapp 14 Minuten ihre zweite Zwei-Minuten-Strafe kassierte, wurde man im Aichacher Lager nervös. Da mit Fackler, Schrempel und Leis nur drei etatmäßige Rückraumspielerinnen zur Verfügung standen, entschloss sich Trainer Martin Fischer, kein Risiko einzugehen und in der Abwehr Sevde Seker für Lara Leis im Wechsel zu bringen. Diese Maßnahme gab der Aichacher Defensive neue Stabilität. Zusätzlich lieferte Nadja Ammalou im Aichacher Tor eine klasse Partie ab und entschärfte reihenweise gute Chancen des Gegners. Die gehaltenen Bälle wurden im Angriff durch viel Bewegung und sicheren Balltransport in Treffer umgemünzt. Iris Kronthaler sorgte am Kreis permanent für Unruhe in der gegnerischen Abwehr und wurde immer wieder von Johanna Fackler und Lina Schrempel eingesetzt. So holten die Paarstädterinnen Tor um Tor auf und schlossen bis zum 13:14 zur Pause auf. Diese Energieleistung kostete viel Kraft, zeigte aber auch, dass man sich in dieser Liga nicht verstecken muss.

Die zweite Halbzeit konnten die Gastgeberinnen dann nicht mehr ausgeglichen gestalten. Die Simbacher Damen legten vor allem in der Abwehr einen Zahn zu. Sie setzten die Aichacher Angreiferinnen durch mehr Aggressivität gehörig unter Druck, eroberten einige Bälle und erzielten leichte Treffer durch schnelle Kombinationen. Zwar befanden sich die Paarstädterinnen 14 Minuten vor Spielende mit 15:19 noch auf Tuchfühlung, aber drei Gegentore in Folge brachten die Vorentscheidung. Die Heimischen versuchten zwar die Niederlage in Grenzen zu halten, aber die gegnerische Abwehr stand zu sicher und Simbach machte konsequent Tempo bis zum Endstand von 16:27. Trainer Martin Fischer bedauerte nach der Partie, dass die sehr gute erste Hälfte sich leider nicht im Ergebnis widerspiegelt. Dies sei für seinen Geschmack etwas zu hoch ausgefallen. Aber für ihn war es wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Seine Damen haben nun ein Wochenende spielfrei bevor es dann zu Hause gegen den TSV Vaterstetten geht.

Für Aichach spielten: Nadja Ammalou (TW), Silke Arnold (TW), Iris Kronthaler (6), Sevde Seker, Verena Merker (3), Johanna Fackler (2/1), Lina Schrempel (2), Bettina Bölk, Marleen Bscheider (1), Katrin Storr, Lara Leis (2) Siebenmeter: 3 – 5; Zwei-Minuten-Strafen: 5 – 4