München ist kein gutes Pflaster für die Handballerinnen des TSV Aichach. Gegen den SV München-Laim bezogen die Paarstädterinnen am vergangenen Sonntag eine hohe 41:17 (20:7) Niederlage, ähnlich wie vor fünf Wochen in Taufkirchen. Die Partie war bereits nach 13 Minuten entschieden.

Trainer Martin Fischer konnte seine Damen dieses Mal nicht von der Bank unterstützen, er verweilte im Urlaub. Dafür übernahm Thomas Wonnenberg das Ruder, er bat die ehemalige Trainerin Sabrina Seifert um Unterstützung. Diese kennt das Team und war bereit auszuhelfen. Bis auf Johanna Fackler waren alle Spielerinnen an Bord.

Auch wenn die Gastgeberinnen in den letzten Begegnungen keine Punkte holen konnten, ließen die Ergebnisse und auch der Tabellenplatz erahnen, wie stark sie sind. Trotzdem wollten sich die Aichacherinnen so lange wie möglich gut verkaufen. Sie nahmen sich vor, von Beginn an konzentriert und energisch zur Sache zu gehen. Doch genau dies klappte in den ersten Minuten nicht. Zu ballunsicher und zu brav agierten sie in den ersten 13 Minuten. Die Laimer Damen mussten gar nicht viel dazutun, um zum Torerfolg zu kommen. Sie nutzten jeden Fehler und Ballverlust der Gäste gnadenlos aus und zogen durch schnelle Tore davon. Da half es auch nicht viel, dass Silke Arnold im Aichacher Kasten noch einige gute Chancen entschärfen konnte. Auch eine frühe Auszeit konnte diesen Lauf nicht stoppen. So hieß es nach 13 gespielten Minuten bereits 12:0 für die Gastgeberinnen, ehe Iva Vlahinic den ersten Treffer erzielte. Zwar hatten sich die TSV Damen bis dahin ein paar Möglichkeiten erspielt, scheiterten aber an der gegnerischen Torfrau. So war die Partie bereits entschieden. Die Aichacherinnen steckten den Kopf jedoch nicht in den Sand. Sie versuchten die restliche erste Halbzeit einfach nur besser ins Spiel zu kommen. Dies gelang ihnen phasenweise und sie boten bis zur Pause Widerstand. Beim Stand von 20:7 wurden die Seiten gewechselt. Immerhin hatten sich die Aichacherinnen ab dem 0:12 so ein 7:8 erkämpft.

Doch in der zweiten Hälfte konnten sie dem Gegner nicht mehr viel entgegensetzen. Zu statisch und zu verhalten präsentierten sie sich an diesem Sonntag. Die Laimer Damen konterten in beeindruckender Manier weiter und zogen das Tempo bis zum Schluss durch. So erhöhte sich der Abstand kontinuierlich und am Schluss stand eine deutliche 41:17 Niederlage fest. Die hohe Anzahl der Gegentore resultieren aus den vielen Ballverlusten, Fehlversuchen und zu verhaltenen Aktionen im Angriff. So laufen die Paarstädterinnen permanent in die Konterfalle des Gegners. In der Landesliga ist der Druck auf die Angreiferinnen durch die gegnerische Abwehr natürlich höher und damit haben die Schützlinge von Martin Fischer und Thomas Wonnenberg zu kämpfen. Dennoch geben sie nicht auf und versuchen jede Woche wieder ihr Bestes zu geben.

Für Aichach spielten: Silke Arnold (TW), Selina Zimmermann (TW), Iris Kronthaler, Annabel Weiß (1), Verena Merker (1), Tini Wonnenberg (2), Lina Schrempel, Lina Mahl (5/2), Bettina Bölk, Marleen Bscheider (1), Iva Vlahinic (3/1), Lara Leis (3), Katrin Storr, Sevde Seker (1/1)