Einen weiteren Pflichtsieg konnten die Aichacher Handballdamen am vergangenen Samstag gegen den TSV Friedberg einfahren. Mit 28:25 (11:9) behielten sie am Ende knapp die Oberhand und bleiben somit dem Spitzenreiter aus Schwabmünchen auf den Fersen.

Dass diese Partie kein Selbstläufer wird, war den Trainern und Spielerinnen im Vorfeld klar, auch wenn die Tabelle etwas anderes hätte vermuten lassen. Der Gast aus Friedberg ist zwar Vorletzter im Klassement, stellt aber eine der besten Abwehrreihen der Liga und verliert seine Begegnungen oft nur knapp. Schon im Hinspiel taten sich die Aichacherinnen gegen den Landkreisrivalen schwer. Man war also vorgewarnt.

 

Von Beginn an entwickelte sich eine enge Partie. Dabei hatten die Aichacherinnen in den ersten 15 Minuten das Glück auf ihrer Seite. Mehrere Pfostentreffer und drei vergebene Strafwürfe der Gäste hielten die Heimischen im Spiel. Selbst agierte man im Angriff zu träge und der Rückraum hatte sein Visier noch nicht genau eingestellt. Zumindest stabilisierte sich dann die Defensive, aber im Angriff lief es einfach nicht rund. Drei vergebene Strafwürfe der Gastgeberinnen und mehrere vergebene Chancen hielten nun den Gegner im Spiel. Zudem haderte die Aichacher Bank immer wieder mit dem Schiedsrichtergespann. Deren Entscheidungen waren oft unglücklich für die Heimischen. In der technischen Besprechung vor dem Spiel wiesen die beiden Unparteiischen in einer langen Ansprache noch daraufhin, welche Vergehen sie rigoros bestrafen werden, nur um dies dann nicht zu tun. Das zog verständlicherweise den Unmut von Martin Fischer und Thomas Wonnenberg des Öfteren nach sich. Trotzdem gingen die Aichacherinnen mit einer knappen 11:9 Führung in die Pause.

Für den zweiten Abschnitt forderte Fischer von seinen Spielerinnen, dass sie ihre Komfortzone endlich verlassen müssen, sonst könnte diese Begegnung auch nach hinten losgehen. Mehr Tempo und mehr Konzentration beim Torabschluss war die Devise. Nach Wiederanpfiff konnte man dies auch phasenweise umsetzen, aber Friedberg hielt immer dagegen. Wer gedacht hätte, dass nach dem 17:14 das Spiel nun endlich deutlicher in Aichacher Richtung laufen würde, lag falsch. Die Gäste nutzten die Lücken in der Defensive der Paarstädterinnen geschickt aus und konnten nicht nur ausgleichen, sondern gingen 15 Minuten vor Ende beim 20:21 sogar in Führung. Doch die Gastgeberinnen legten daraufhin noch einmal zu. Die Abwehr arbeitete konsequenter und die junge Vildan Acar im Tor, die die verletzte Silke Arnold über die gesamte Spieldauer vertrat, konnte in dieser entscheidenden Phase wichtige Bälle halten. In Verbindung mit schnell vorgetragen Kombinationen und verwandelten Strafwürfen bescherte man sich innerhalb von acht Minuten einen 6:2 Lauf. Friedberg versuchte mit einer Auszeit in der 54. Minute diesen zu unterbrechen, doch beim 27:23 für Aichach war die Vorentscheidung gefallen und bis zum Endergebnis von 28:25 tat sich nicht mehr viel.

Für Aichach spielten: Vildan Acar (TW), Iris Kronthaler (3), Annika Weise (2), Tini Wonnenberg (4), Johanna Fackler (1), Anna Euba, Marleen Bscheider (4), Iva Vlahinc (5/3), Katrin Storr (2), Lara Leis (5), Lena Rappel (2)