Die Aichacher Handballdamen setzten ihre Siegesserie in der BOL Schwaben weiter fort. Auch das Tabellenschlusslicht, der SC Kissing 2, wurde mit 34:21 (18:8) letztendlich deutlich bezwungen, aber richtig zufrieden war man mit der gezeigten Leistung nicht.

 

Seit langem konnte Trainer Martin Fischer an diesem Tag wieder auf einen vollen Kader zurückgreifen. Lina Schrempel kehrte nach langer Verletzungspause in den Kader zurück und auch Anni Weise und Torhüterin Silke Arnold waren wieder mit von der Partie. Der Beginn des Landkreisderbys verlief für die Aichacherinnen nicht nach Wunsch. Viele technische Fehler führten immer wieder zu Ballverlusten und so dauerte es fast fünf Minuten, bis Marleen Bscheider der erste Treffer für die Gastgeberinnen gelang. Zwar konnten die TSV Damen die Fehler im weiteren Verlauf etwas minimieren, aber sowohl im Angriff als auch in der Defensive ging man nicht mit letzter Konsequenz zu Werke. So blieb der Gegner bis zum 5:3 auf Tuchfühlung. Dann jedoch drückten die Heimischen aufs Gas. Die Abwehr arbeitete effektiver und zwang Kissing zu schlechten Abschlüssen, die kein Problem für Vildan Acar im Tor waren. Die gehaltenen Bälle wurden schnell nach vorne getragen und mit Tempo und Übersicht wurden die Angriffe erfolgreich abgeschlossen. Innerhalb acht Minuten legten die Aichacherinnen einen 7:1 Lauf hin, was den SC zu seiner ersten Auszeit zwang. Danach ließen die TSV-Damen die Zügel wieder etwas schleifen und die nötige Entschlossenheit kam wieder abhanden. Dennoch ging man mit einer deutlichen 18:8 Führung in die Pause.

Trainer Martin Fischer wollte seiner Mannschaft in der Halbzeit gar nicht viele Vorwürfe machen. Es ist nicht einfach, die Spannung in Partien gegen vermeintlich schwächere Gegner aufrecht zu erhalten. Noch dazu, wenn diese Art von Pflichtaufgabe in den vergangenen Wochen in fast jeder Partie zu bewältigen war. In der zweiten Hälfte wollte man die Fehler weiter minimieren und die Konzentration hoch halten. Nach Wiederanpfiff schienen die Spielerinnen gedanklich jedoch in der Kabine geblieben zu sein. Die Gäste nutzten die Halbherzigkeit der Aichacher Abwehr aus und konnten bis auf 20:14 aufschließen. Aber die Gastgeberinnen ließen sich davon nicht beeindrucken. Nach 49 Minuten war der alte Abstand von zehn Toren beim 26:16 wiederhergestellt und bis zum Ende erhöhten die TSV-Damen auf den Endstand von 34:21. In den letzten zehn Spielminuten legte vor allem Johanna Fackler einen Zahn zu, sie erzielte fünf ihrer sieben Treffer im Schlussspurt. Insgesamt boten die Aichacherinnen eine sehr durchwachsene Partie. Wichtig war, dass die Spielerinnen, die in den letzten Wochen pausieren mussten, wieder Matchpraxis sammeln konnten. Anna Mahl wird wohl diese Woche in den Trainingsbetrieb einsteigen, aber ob sie dann für das Spitzenspiel in zwei Wochen gegen den Tabellenführer aus Schwabmünchen dabei sein kann, ist noch fraglich.

Für Aichach spielten: Vildan Acar (TW), Silke Arnold (TW), Iris Kronthaler (2), Anni Weise, Sevde Seker, Tini Wonnenberg (5/3), Johanna Fackler (7), Lina Schrempel (3), Anna Euba, Marleen Bscheider (5), Iva Vlahinic (3), Lara Leis (3), Katrin Storr (3), Lena Rappel (3)