Aichach - Nach der 22:30-Heimpleite gegen Friedberg 3 sowie dem bitteren 28:28-Unentschieden in Ichenhausen sind die Handballer des TSV Aichach am Samstagabend in die Erfolgsspur zurückgekehrt und haben mit dem 35:26 (15:11)-Erfolg gegen die zweite Mannschaft des TSV Niederraunau in der Bezirksoberliga ihren ersten Sieg in eigener Halle eingefahren.

Überaus angetan von der klasse Vorstellung seiner Truppe war neben den rund 150 Zuschauern auch Trainer Christopher Wolf, der am vergangenen Montag 32 Jahre alt wurde und der damit von seinen Mannen quasi ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk überreicht bekam.
"Man kann wirklich zufrieden sein mit der Leistung der Mannschaft", war Wolf voll des Lobes. "Die Abwehr war über die gesamte Distanz sehr stark, hat super gearbeitet und hat die Niederraunauer nie zur Entfaltung kommen lassen. Die haben sich gegen unsere Defensive wahnsinnig schwer getan."
Selbst der frühe 0:3-Rückstand nach gerade mal viereinhalb Minuten ließ bei Wolf keinerlei Unruhe aufkommen. "Ich hatte nie Zweifel, dass wir das Spiel bald in die richtigen Bahnen lenken, habe immer an die Jungs geglaubt und spätestens nach 15 Minuten haben wir die Gäste dann auch eindeutig beherrscht", betonte der Wahl-Aichacher.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gastgeber den Rückstand gedreht und waren durch Michael Kügle erstmals mit 6:5 in Führung gegangen. Wiederum Kügle und Konstantin Schön bauten den Vorsprung binnen weniger Minuten auf 8:5 aus. Vor allem von Schön war Wolf ungemein beeindruckt. "Den Konsti muss man heute besonders hervorheben", geriet Wolf ins Schwärmen ob der Treffsicherheit des 19-Jährigen. "Der hat heute eine ganz starke Partie abgeliefert." Insgesamt zehn Tore, davon neun aus dem Feld sowie ein verwandelter Siebenmeter, unterstreichen Wolfs Worte.
Die Aichacher hielten den Drei-Tore-Vorsprung, bauten ihn durch Oliver Huber (kurz zuvor eingewechselt), Yannick Braun und wiederum Schön sogar auf sechs Treffer (14:8) aus, ehe die Gäste bis zum Seitenwechsel nochmals verkürzten. Rechtsaußen Adrian Thalhofer traf 15 Sekunden vor der Pausensirene zum 11:15 und weckte Hoffnung auf die Wende.
Die aber blieb aus. Raunaus Reserve, mit drei Niederlagen in die Saison gestartet, blieb auch nach dem Wechsel so ziemlich alles schuldig. Das Alter der beiden Routiniers, Spielertrainer Bernd Maisch, 42, oder Laszlo Majsaj, 48, fordert allmählich seinen Tribut, die um sie gescharten Jungen sind ganz offensichtlich noch lange nicht so weit. Aichach dominierte das Geschehen nach wie vor, ließ nicht locker und erhöhte den Vorsprung von Minute zu Minute kontinuierlich.

"Wir haben in der zweiten Halbzeit super angefangen, es war unser Spiel", erklärte Wolf. "Auch nach vorne ist es gut gelaufen. Heute habe ich absolut nichts auszusetzen."
Endgültig entschieden war die einseitige Partie mit dem zweiten Treffer von Oliver Huber zum 24:16, wenig später ließ er weitere zwei Tore zum 25:16 und kurz darauf zum 27:17 folgen, der Rest war Formsache. Dem überragenden Schön blieb es vorbehalten, den letzten Treffer zum 35:26-Endstand anzubringen.
Bernd Maisch war hinterher auf sein Team nicht gut zu sprechen. "Das war unsere mit Abstand schlechteste Saisonleistung", stellte der Niederraunauer Spielertrainer klar und wurde konkret: "Zum einen hat die Einstellung nicht gepasst, und dann haben wir uns eine Unmenge von Fehlern erlaubt."


TSV Aichach: Wonnenberg, Walther; Kügle (2), Oliver Huber (4), Lenz (3), Braun (3), Bauer (5/1 Siebenmeter), Schön (10/1), Lehmann (2), Schilberth (3), Christoph Huber (3).

TSV Niederraunau 2: Rogg; Adrian Thalhofer (5), Celik (4), Matthias Mayer (2), Lukas Mayer (1), Ring (4), Maier (2), Majsaj (2), Jekle, David Thalhofer (6/4), Maisch.

Schiedsrichter: Erhart, Geier (beide Unterhaching). - Zuschauer: 150. - Siebenmeter: 3/2:5/4. - Zeitstrafen: 5:4. 

 

Quelle: Aichacher Zeitung